Menu

MOBILITÄTSHILFSDIENST

Der Mobilitätshilfsdienst unterstützt Menschen mit Behinderung oder Beeinträchtigung aller Altersgruppen, die in einer Privatwohnung leben, darin, ihre Mobilität weitestgehend  beizubehalten und möglicherweise autonom zu bewältigen. Er bietet zugleich Langzeitarbeitslosen die Chance, sich für den Einstieg in neue Berufsfelder vorzuqualifizieren, in dem Berührungsängste abgebaut  und betreuerische Dienstleistungen übernommmen werden  und somit ihre sozialen und beruflichen Kompetenzen in diesem Bereich geschult werden.

  • Ein Dienst, der allen Beteiligten hilft

    Seit 1996 begleitet unser Team Langzeitarbeitslose auf dem Weg in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung.

    Unser Wunsch ist es, den Teilnehmenden sinnvolle Beschäftigungsangebote zu machen, in denen sie Wertschätzung durch andere erfahren und neuen Mut fassen, sich für weiterführende Angebote, Umschulungen oder Arbeitsstellen zu bewerben.

    Durch die Arbeit im Mobilitätshilfsdienst erleben sich die Teilnehmenden in einer Situation, in der ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen, Empathie und Verantwortungsbewusstsein gefordert ist. Auch die Organisation des Alltags – von Begleitung zu Einkäufen, zu Ärztinnen und Behörden bis hin zur Freizeitgestaltung der Menschen mit Behinderung – gehört zur Aufgabe und kann Langzeitarbeitslosen wichtige Impulse für die eigene Lebenssituation geben.

  • Personengruppen und Einsatzgebiete

    Von besonderer Bedeutung ist es unserer Erfahrung nach, dass der Mobilitätsdienst die Teilnehmenden von Anfang an in die Pflicht nimmt, da es sich nicht etwa um ein „Training on the Job“ handelt. Die aus vielfältigen Gründen in ihrer Mobilität eingeschränkten Menschen benötigen die Unterstützung anderer, um am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können. Die Langzeitarbeitslosen erfahren im direkten Kontakt, dass und wie sie gebraucht werden. Mögliche Einsatzgebiete sind beispielsweise

    • Hilfen für mobilitätseingeschränkte Menschen bei der Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs: Hier kann es sich um eine auf Dauer notwendige Begleitung handeln oder um ein Wegetraining mit der Zielsetzung, einen täglich befahrenen Weg kennen und bewältigen zu lernen.
    • Hilfe zur Selbsthilfe und Begleitdienste für Blinde und Menschen mit hochgradiger Sehbehinderung: Die Begleitpersonen leisten, soweit dies erforderlich ist, Hilfestellung bei der Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel, unterstützen beim Aufsuchen von Ämtern, Ärzten und Veranstaltungen außerhalb der Leistungen der Pflegeversicherung und Krankenkassen zur Verbesserung der Mobilität.
    • Hilfen und Freizeitgestaltung für Senioren und Bedürftige: Die Unterstützung kann hier ähnlich erforderlich sein wie bei mobilitätseingeschränkten Menschen, sie kann darüber hinaus auch als Hilfe beim Abbau von Ängsten und Hemmnissen erfolgen. Geschult wird beispielsweise das Bedienen von Hilfseinrichtungen innerhalb von Fahrzeugen (das Anlegen der Gurte, das Benutzen des Türöffners und Ähnliches). Auch die aktive Freizeitgestaltung – beispielsweise durch gemeinsame Spaziergänge, Begleitung zu Veranstaltungen und Gespräche – kann Teil des Mobilitätshilfsdienstes sein.

    Die genannten Leistungen werden ausschließlich für betreuungsbedürftige Einzelpersonen in Privathaushalten erbracht, nicht für Pflegebedürftige im Sinne der Pflegeversicherung.

    Es erfolgt somit kein Einsatz in Pflegeeinrichtungen. Neben der Begleitung und Betreuung können auch beratende Leistungen erbracht werden.

  • Soziale Teilhabe ermöglichen und fördern

    Die Zahl der Menschen, die die genannten Hilfsangebote in Anspruch nehmen könnten, steigt beständig. Zunehmend sind auch Personen mit Migrationshintergrund auf Hilfen im Alltag angewiesen. Eine Anpassung an den wachsenden und sich verändernden Bedarf ist jedoch bisher nicht erfolgt (siehe „Statistisches Jahrbuch“ Berlin).

    Der Mobilitätshilfsdienst soll Menschen mit Behinderung oder Beeinträchtigung die soziale Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglichen.

    Das Projekt leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Reintegration und zur Inklusion und unterstützt die Betroffenen darin, selbstständig und autonom zu leben. Neben den körperlichen Einschränkungen sind es zuweilen auch psychosoziale Probleme, die sich für Menschen aller Altersgruppen aus einer Behinderung oder einer Beeinträchtigung ergeben. Dem drohenden Verlust sozialer Kontakte kann durch den Mobilitätshilfsdienst ebenso entgegengewirkt werden wie dem Abbau von Ängsten in der Bewältigung alltäglicher Aufgaben.

    Der Mobilitätshilfsdienst wird dabei als Angebot verstanden, bei dem die Hilfe zur Selbsthilfe Vorrang gegenüber einem reinen Versorgtwerden hat. Das bedeutet auch, dass Einkäufe oder Termine ohne übermäßigen Zeitdruck erledigt werden können. Es geht also nicht darum, möglichst rasch möglichst viel zu erledigen, sondern den betroffenen Personen auf angemessene Weise soziale Teilhabe zu ermöglichen, ihnen dabei ein Gefühl der Sicherheit zu vermitteln und sie weitestgehend selbstständig agieren zu lassen.

    Menschen, die aufgrund einer Behinderung, einer Erkrankung oder eines hochgradig eingeschränkten Sehvermögens Hilfe benötigen, sollen ermutigt werden, ihre Scheu zu überwinden und das Hilfsangebot ihrem Bedarf und ihrem Wunsch entsprechend selbstbewusst anzunehmen.

    Die Leistungen sind für die Nutzer unentgeltlich.

  • Selbst teilhaben und Förderungsmöglichkeiten nutzen

    Der Mobilitätshilfsdienst des BIQ ist Teil eines Beschäftigungsprojektes für Langzeitarbeitslose.

    Durch Ihre Teilnahme fördern Sie entsprechend nicht nur die Selbstständigkeit und soziale Teilhabe der mobilitätseingeschränkten Personen. Sie gehen auch die ersten Schritte zur möglichen Rückkehr in den Beruf und damit zur eigenen Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.

    Im Rahmen des Projektes gehen Sie einer regelmäßigen und klar geregelten Beschäftigung nach. Sie trainieren und erweitern soziale, anwendungsorientierte und methodische Kompetenzen. Sie erleben sich selbst in neuen Situationen, erproben sich in einer sinnvollen Beschäftigung, in der es auf Ihre Hilfe, Ihren Einsatz, Ihr Verantwortungsbewusstsein ankommt.

    Das Projekt Mobilitätshilfsdienst ist daher auch als berufspraktisches Training zu verstehen, das Langzeitarbeitslosen zu neuen Perspektiven und gestärkter Motivation verhelfen will. Langfristiges Ziel ist es, geeignete Personen in sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen zu vermitteln oder sie bei der Bewerbung in Einrichtungen der Pflege oder der Betreuung zu unterstützen. Die Teilnehmenden werden vom Jobcenter zugewiesen.

bildungsmarkt unternehmensverbund Logo BIQ ggmbh

Storkower Straße 99 A
10407 Berlin

tel. +49-30-202295-0
fax +49-30-202295-90

Merken

Die BIQ gGmbH
ist zertifiziert nach

BIQ_gGmbH_Zertifizierung AZAV_1075-5-2-AZAVbildungsmarkt Zertifizierung nach DIN EN ISO 1075-3

bildungsmarkt unternehmensverbund