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Gule A. – „Ich will, ich kann, ich muss“

Serviceassistentin Gule berichtet über die Zeit ihrer Qualifizierung bei der kiezküchen gmbh und ihr Leben in Deutschland!

 

Gule A. ist mit ihrem Leben zufrieden – mit ihrem Job und ihrer Familie. Seit acht Jahren ist die Mitte 30-jährige Frau nun in Deutschland. Das Jahr 2012 war für sie der Wendepunkt in ein neues Leben. Zusammen mit ihrem Mann, den gemeinsamen drei Kindern und ihrer Schwiegermutter nahm sie den Weg aus Syrien auf sich. In Syrien hat die Familie von der Viehzucht gelebt.
Ohne Ziel, Hauptsache raus aus dem Krieg, flüchtete die Familie mit einem LKW in die Türkei, von dort dann nach Deutschland.
Frau Ali betont immer wieder, dass sie seit der gemeinsamen Flucht mit ihrer Familie immer viel Glück gehabt hat. Heute ist sie Serviceassistentin im Vivantes Klinikum in Berlin-Friedrichhain und ihre drei größeren Kinder sind auf dem Weg zum Abitur. Auch das vierte Kind, welches in Deutschland geboren wurde, hat große Ziele: Sie möchte Ärztin werden.
Gule beschreibt die erste Zeit in Deutschland zwar als schwierige Zeit, allerdings erfuhr sie auch stets viel Unterstützung. Den drei Kindern wurde es schnell ermöglicht, eine Schule zu besuchen und auch sie selbst konnte alsbald an einem Deutschkurs teilnehmen:
„Mir war es sehr peinlich, dass die Kinder immer für mich dolmetschen mussten – ich wollte unbedingt schnell die Deutsche Sprache lernen.“
Auch wenn ihr die deutsche Grammatik anfänglich sehr schwer fiel und die anschließende sechsmonatige Qualifizierung bei der kiezküchen gmbh nicht immer einfach war, behielt sie immer ihre Maxime im Kopf: „Ich will, ich kann, ich muss!“
Auf die Nachfrage, was in Deutschland für sie hätte besser laufen können und wo sie mehr Unterstützung benötigt hätte, antwortet sie lächelnd: „Gar nichts – ich habe so viel Unterstützung erfahren, besonders in der Zeit meiner Qualifizierung bei der kiezküchen gmbh.“ „Ich wurde immer und immer wieder bestärkt und unterstützt.“ „Mir wurde sehr viel geholfen.“
Am Anfang waren die Inhalte der Qualifizierung zur Serviceassistentin für Gule nicht immer leicht zu verstehen. Ihre Sprachkenntnisse genügten am Anfang nicht aus. Aber mit kontinuierlicher Unterstützung der kiezküchen gmbh und einer großen Portion Wille und Biss gelang es ihr, den Anschluss nicht zu verlieren und konnte im März 2017 ihren ersten Vertrag als Servicemitarbeiterin im Vivantes Klinikum unterschreiben.
Gule betont immer wieder wie dankbar sie ist, hier in Deutschland – im doppelten Sinne – angekommen zu sein. Das Leben von Gule A. klingt auf dem ersten Blick recht unbeschwert, wenn nicht die ständige Angst um die drei erstgeborenen Kinder wäre. Keines der Kinder hat einen Pass und somit schwingt jeden Tag die Angst mit, dass die Kinder, welche sich hier in Deutschland eine Zukunft aufgebaut haben, eines Tages zurück nach Syrien müssen – einem fremden Land!

 

 

 

 

 



		

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